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“Mondrian und de Stijl” im Kunstbau München

Wer sich für die Kunst des XX. Jahrhunderts interessiert, der darf nicht die in dem Kunstbau stattfindende Ausstellung “Mondrian und de Stijl” verpassen, die von der städtischen Galerie im Lenbachhaus in Kooperation mit dem Gemeentemuseum Den Hagg organisiert wurde.

Konzipiert von Helmut Friedel und Mathias Mühling, präsentiert sie nicht nur die Aktivität des Künstlers Piet Mondrian, indem sie die Entwicklung seines künstlerischen Schaffens chronologisch darstellt, sondern auch den Kreis um die Zeitschrift “De Stijl”, deren erste Ausgabe 1917 unter der Leitung von Theo von Doesburg veröffentlicht wurde.

Das Ziel der Kuratoren ist, die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Mitglieder dieses intellektuellen Kreises zu betonen. Tatsächlich haben sie nicht nur in der Kunst, sondern auch in dem Design, der Werbung, der Architektur ihrer Zeit eine wesentliche Rolle gespielt.

Die wichtigsten Vertreter sind Theo von Doesburg, der mit Piet Mondrian als Gründer des Neplastizismus zu betrachten ist, Gerrit Rietveld, niederlandischer Architekt und Designer, Gino Severini und Vilmos Huszár, der sich mit dem Problem der Dynamik und Rythmus in der Kunst beschäftigte.

Von dem bekanntesten des Kreises, Piet Mondrian, werden die verschiedenen Phasen der Ästhetik dargestellt: zuerst die noch ziemlich naturalistischen Darstellungen der Natur in Dünenlandschaften oder die ersten geometrischen Versuche in den Kirchtürmen, danach Darstellungen religiöser Überlegungen der Theosophie, einer Verknüpfung von mystischen, gnostischen und okkulten Traditionen, von der seine Kunst stark geprägt wird. In seinem Werk, “Die neue Gestaltung”, erklärt er seine Theorien und sein Ziel: die zeitgenössische Kunst soll erneuert werden, dadurch, dass die Abstraktion von Form und Farbe in geraden Linien und Primärfarben das echte Wesen der Wirklichkeit ausdrücken kann. Zu diesem Schwerpunkt kam er nach dem Kontakt mit dem Kubismus im Jahr 1911 in Paris, als er verstand, welche Elemente dieser Bewegung in seiner Ästhetik Verwendung finden konnten. Der Betrachter kann Mondrians Weg zur Abstraktion zwischen 1911 und 1914 durch die Verarbeitung der Figur des Baums folgen: der noch naturalistische graue Baum (1911), dann der blühende Apfelbaum (1912), dessen Komposition nur aus Linien und Flächen besteht, bis zu den Fassadenbildern des Jahres 1914, wo man keine Figur und Objekt erkennen kann. 1921 erreicht er den höchsten Punkt seines Schaffens, als er die Serie von seiner bekannten Werke aus den Primärfarben realisierte, in denen er sich auf die Verhältnisse zwischen den Formen konzentrierte. Hinter diesen ästhetischen Theorien steht sein Traum von einer utopischen Gesellschaft der Gleichgewichtbeziehungen. Daneben präsentiert die Austellung das Werk der Mitglieder von “De Stijl” im Bereich des Städtebaus, der Architektur, der Werbung, was dem Betrachter einen Blick in die Vielfältigkeit dieser intellektuellen Strömung bietet.

Kuratoren: Helmut Friedel / Matthias Mühling
Öffnungszeiten: 16.4. – 4.9.2011 / Di – So 10 – 18 Uhr
Eintrittspreise: 8 Euro / ermäßigt 4 Euro

Medienkooperation: Münchner Merkur
Partner des Lenbachhauses: E.ON Energie

Fonte: Noisymag

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